Die Behandlung mit Ultraviolett-Licht gehört zum Alltag in meiner dermatologischen Praxis. Bekanntlich verbessern sich viele Hautkrankheiten im Sommer, wie z.B. die Schuppenflechte. Auch Ekzeme und Akne können unter sommerlichen UV-Bedingungen deutlich besser werden, ja sogar abheilen. Wohlgemerkt kommt in der Feriensituation der begünstigende Faktor von Stressfreiheit und in der Regel Spaß und Freude hinzu. In der richtigen Dosis ist auch künstliches UV-Licht entzündungshemmend. Es gehört inzwischen zum Allgemeinwissen, dass große Vorsicht im Umgang mit den nicht ungefährlichen UV-Strahlen walten muss und ein Sonnenbrand auf jeden Fall zu vermeiden ist. Leider fehlt während der therapeutischen Bestrahlung in unseren UV-Kabinen der positive „Urlaubseffekt“.

In den UV-Strahlenkabinen in der Hautpraxis wird das UV-Licht wie ein Medikament verabreicht, d.h. genau nach Dosis. Die eingebauten Messfühler in den UV-Kabinen erlauben eine präzise, individuelle und damit sehr gezielte und weit unter der Schwelle der Gefahr bleibende Strahlendosis. Bei sehr UV–empfindlichen Patienten wird vor dem Beginn der Bestrahlungen eine Messung vorgenommen, bei der die Schwelle zur Rötung erkannt wird und damit im Verlauf der therapeutischen Bestrahlungen Probleme vermieden werden können.

Die UV-Strahlen werden je nach Erkrankung in unterschiedlichen Wellenlängen eingesetzt: Für die Psoriasis hat sich die sog. „Schmalspektrum-Behandlung mit 311nm bewährt. Für Ekzeme wird das langwelligere UVA-Licht eingesetzt.

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