Untersuchung von Finger- und Fußnägeln bei Störungen des Wachstums und krankhaften Veränderungen an den Nagelplatten oder im Nagelbett. Es wird Nagelmaterial mikroskopisch untersucht und Material zum kulturellen Nachweis von Pilzen und Bakterien abgenommen. In besonderen Fällen wird Nagelmaterial auch histologisch im Fremdlabor auf krankhafte Veränderungen untersucht. Die Therapie erfolgt streng nach den diagnostischen Erkenntnissen. Damit kann vermieden werden, dass Nägel monatelang erfolglos behandelt werden, z.B. gegen eine vermutete Pilzbesiedlung, die jedoch nicht nachgewiesen wurde. Nicht selten sind Nägel schon monatelang mit unterschiedlichen Medikamenten gegen Pilzerkrankungen behandelt worden bei sehr geringem oder ausbleibendem Erfolg. Zunächst muss festgestellt werden, dass ein Nagelpilz bei konsequenter Therapie nach spätestens vier Monaten entweder wieder erscheinugsfrei sein muss oder tendenziell eindeutig auf dem Weg der Besserung, also zu mindestens einem Drittel (Großzeh) gesund nachgewachsen. Wenn dies nicht eintritt, sollte die Pilztherapie abgebrochen werden, weil nicht mit einer nachhaltigen Besserung mehr gerechnet werden kann. In diesen Fällen liegt in der Regel eine schwere Dystrophie (Wachstumsstörung) des Nagels vor, die entweder durch eine Verletzung oder durch fehlerhafte, aggressive und verletzende Nagelpflege mit Narbenbildung in der Nagelwurzel verursacht ist. Dann kann eine Auflösung des Nagels mit 40% Harnstoffsalbe eventuell zu einer Regeneration führen. In jedem Fall muss einer Pilztherapie, egal ob lokal odeer mit Tabletten der eindeutige Nachweis des krankmachenden Pilzes, in der Regel Fadenpilze (Trichophyten) vorliegen.

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