Die Symptome von Allergien sind sehr unterschiedlich. Sie treten als Ekzeme an allen möglichen Hautarealen auf, am häufigsten als Handekzeme. Weiterhin gehören dazu der Hauschnupfen mit Beteiligung der Augen, das Asthma, aber auch Magen-Darm-Symptome. Man spricht von Kontaktallergien oder die Allergien durch aerogene (über die Luft verwirbelte) Allergene (Staub, Tierhaare, Pollen usw.) oder durch Nahrungsmittel und Medikamente. Schließlich durch Berufsstoffe oder das berufliche Umfeld. Je nach begründetem Verdacht stehen verschiedene Testverfahren zur Ursachenerkennung der Allergien zur Verfügung. Wenn die Ursache ermittelt werden kann, lässt sich durch die Möglichkeit der Vermeidung des auslösenden Allergens oder eine spezifische Therapie der Verlauf positiv beeinflussen. Die Allergiediagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, d.h. der Arzt versucht sich ein Bild zu machen, indem er den Patienten gezielt befragt nach Beobachtungen, die dieser gemacht hat. So kann eine Diagnostik folgen, die den Symptomen entsprechend gestaltet wird. Es gibt zwei relevante Arten der Allergie in der Dermatologie: Die Kontakt-Allergie und die Soforttyp-Allergie. Für beide gibt es Testverfahren:

1. Kontakallergie: Epicutantest. Es werden mögliche allergisierende Stoffe in standartisierter Form mit Testpflastern auf die Rückenhaut gebracht. Nach 24 Stunden wird das Testpflaster abgenommen und nach weiteren zwei bis drei Tagen das „Ergebnis“ beurteilt. Die Stärke der Reaktion ist unterschiedlich. Eine Rötung im Bereich einer Teststelle wird als positive Reaktion vermerkt.

2. Soforttyp-Allergie: Prick-Test, Intracutan-Test, Reibe-Test Es werden vermutete allergisierende Stoffe – Nahrungsmittel, Pollen, Tierhaare, Hausstäube usw. – in Tropfenform auf die Haut der Unterarmbeugeseiten gebracht. Danach wird mit einer Prick-Nadel die Haut durch den Tropfen angepieckst. Beim Intracutan-Test wird das Allergen in die oberste Hautschicht in minimaler Menge gespritzt. Nach 15 Minuten wird die Haut abgelesen. Positive Reaktionen zeigen sich an Rötung und unterschiedlich starker Quaddelbildung. Positive Reaktionen werden auf einem Allergiepass eingetragen, den der Patient immer bei sich tragen sollte. Als weitere Möglichkeit der Allergiediagnostik bei der Soforttyp-Allergie gibt es die Blutuntersuchung auf Antikörper gegen bestimmte Allergene, z.B. Pollen, Hausstaub, Tierhaare, Nahrungsmittel und Insektengifte. Diese Methode ist aufwendig aber sehr aussagekräftig, da dabei auch noch das Gesamt-Immunglobulin E untersucht wird. Dies kann Aussagen ermöglichen über die nachhaltige Bedeutung einer allergischen Reaktion.

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