Die Akne ist die typische und häufigste Hauterkrankung der Jugendlichen. Familiäres Auftreten ist nicht selten. Ursache sind die hormonellen Übergänge in der Pubertätsphase mit unterschiedlichem Ansprechen der Haut auf die in beiden Geschlechtern vorkommenden Androgene, also männlichen Hormone. Manchmal können auch Nahrungsmittel eine ursächliche Rolle spielen, dies aber eher selten. Wovon ich aber immer abrate, sind synthetische Vitamine, beosnders die Vitamin B-Gruppe, z.B. in Multivitaminsäften oder Vitaminpillen. Gekennzeichnet ist die Akne vulgaris durch Mitesser, Papeln und Pusteln – kurz Pickel – die bevorzugt im Gesicht auftreten. Die Schweregrade sind sehr unterschiedlich, von leichten Formen geht es bis zu sehr schweren, entzündlichen Formen mit tiefreichenden und schmerzhaften, abszessartigen Entzündungen bei Einbeziehung von Brust und Rücken.

Entsprechend hat sich die Therapie zu gestalten. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher lokal wirksamer Medikamente in Salben und Cremes und Lotionen und Flüssigkeiten, die teils punktuell, teils flächendeckend aufgetragen werden können. In schwereren Fällen werden auch Tabletten verabreicht. Minocyclin ist ein Antibiotikum mit deutlicher antientzündlicher Wirkung auf die Aknepustel. Es wird sehr gut vertragen und wird in der Regel vier bis zwölf Wochen lang eingenommen. Isotretinoin (Aknenormin®) ist ein sehr wirksames Medikament, das wegen seinen möglichen Nebenwirkungen aber nur den wirklich schweren Formen der Akne vorbehalten ist. Die Nebenwirkungen können bei guter Beobachtung (Monitoring) gut beherrscht und weitgehend vermieden werden. Unterstützend kann eine Lichttherapie hilfreich eingesetzt werden mit sichtbarem blauem Licht (Omnilux Blue®) oder eine Kombination aus sichtbarem rotem und blauen Licht (Red and Blue®). Zusätzlich wird in der dermatologischen Kosmetik mit manueller Therapie eine Ausreinigung und Lymphdrainage durchgeführt, was den Erfolg der medizinischen Therapie deutlich zu steigern vermag.

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